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ALLE JAHRE WIEDER

21/12/2018

In nicht mal mehr drei Tagen ist Weihnachten. Mal wieder. Für viele Menschen ist Weihnachten ein Fest des Konsums. Mehr Lichterketten, mehr Essen, mehr Geschenke, mehr Lametta. Dabei wird oft vergessen, dass Weihnachten eigentlich das Fest der Liebe und der Besinnlichkeit sein sollte – dass wir mit Menschen Zeit verbringen, die uns etwas bedeuten, dass wir uns darauf besinnen, wer wir sind und wer wir sein wollen und vor allem, mit wem wir sein wollen.

 

Weihnachten heißt Beisammensein, Fröhlichkeit und auch Vergebung. Es ist der perfekte Augenblick, um Dinge, die einen verärgert haben oder Groll, den man in sich rumträgt, zu begraben. Wann sonst sollten wir vergeben, wenn nicht dann, wenn alle Städte mit Lichterketten und Schokolade und Schnee und Liebe gefüllt sind?

 

Wenn man ehrlich ist, bringt es einem nichts, nachtragend zu sein. Das einzige, was man damit erreicht, ist, dass man sich selbst im Weg steht. Man verhindert das „Drüber hinwegkommen“ und somit den Heilprozess. Es ist egal, um wen oder was es geht: die Beleidigung einer Freundin oder das Unverständnis der Familie. Es tut gut, diese Dinge zu vergeben. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass Sie es vergessen sollten oder Menschen, die Sie enttäuscht haben, weiterhin guten und aufrichtigen Kontakt pflegen müssen. Sie müssen nicht weiterhin mit jemandem zusammen sein, der Sie betrogen hat, oder eine Freundin haben, die Sie schlecht behandelt. Aber mit sich selbst im Reinen zu sein und zu wissen, dass man selbst darübersteht und es schafft, weiterzugehen, indem man vergibt, ist ein wunderschönes Gefühl, was wir uns selbst nicht nehmen lassen sollten. Ein klärendes Gespräch kann sehr hilfreich sein, indem man klarstellt, dass man verzeiht, aber nicht vergisst. Ein „Ich vergebe dir“ kann nicht nur ungemein befreiend sein für denjenigen, dem vergeben wird, sondern auch für den, der vergibt.  

 

Warum Vergebung so wichtig ist?

Vergebung ist ein Heilungs- und Selbstreinigungsprozess. Wer nicht vergibt, der vergiftet sich selbst – nicht zu vergeben ist quasi, Gift zu schlucken und darauf zu warten, dass er andere daran stirbt. Wenn das Verlangen nach einer Standpunktsituierung und das Festhalten des Schmerzes wichtiger werden als die Einsicht, dass ein Leben ohne Groll und Schmerz schöner wären, dann ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen.

 

Ein gesunder Stolz ist wichtig und man darf und sollte auch auf keinen Fall alles mit sich machen lassen, da man sonst das Gefühl des „Mit dem/der kann man es ja machen!“ suggeriert. Aber wie viel stärker ist man wohl, wenn man von sich aus auf Menschen zugeht, die man bewusst und unbewusst (nicht jeder Fehltritt geschieht mit Absicht!) verletzt hat und ihnen sagt, dass man ihnen vergibt? Damit beweist man wahren Stolz, wahre Stärke und wahren Mut. Durch den Akt des Vergebens gewinnt man an neuer Stärke, um neue Lebenssituationen zu meistern.

 

Ich wünsche meinen Lesern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit. Liebt.

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© 2019 by Maik Jungfleisch

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