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WARUM STATT WOZU

12/4/2019

Wenn etwas schief läuft im Leben, in der Liebe oder im Job, dann sind wir schnell bei der Analyse und fragen uns: Warum? Warum ist das passiert? Warum ist es überhaupt so weit gekommen? Warum ist das gescheitert? Warum passiert das immer mir? 

 

Überhaupt: Warum ich? Doch die Frage nach dem Warum zielt ausschließlich nach hinten, forscht in der Vergangenheit nach vermeintlichen Ursachen, hadert mit dem Schicksal oder suhlt sich im Selbstmitleid. 

 

WARUM versus WOZU: Erklärungen, Zusammenhänge, Schuldige

Gewiss, es ist nicht falsch, nach dem Grund zu fragen, ein wenig Selbstreflexion zu betreiben, insbesondere um daraus zu lernen.

 

Erklärungen helfen uns zuweilen auch dabei, dem Unerklärlichen einen Sinn zu geben. Ungerechtigkeiten, Rückschläge, Enttäuschungen werden so erträglicher. Zumindest ist das die Hoffnung dahinter.

 

Wer nach dem Warum fragt, der sucht nach Zusammenhängen, Absichten und Schuldigen, nach Mechaniken und Kausalitäten. Es kann sinnvoll und enorm nützlich sein, solche Beziehungen zu erkennen. Man sollte dabei aber auch nicht ausblenden, dass das Leben einfach passiert, während wir noch Pläne schmieden.

 

Die Geschichte und Vergangenheit lehrt viel, nur keine Ziele. 

 

Wozu? Nach vorne blicken!

Lernen und loslassen kann aber auch, wer seinen Blick nach vorne richtet. Wer nicht sich selbst in den Mittelpunkt des Geschehens stellt, sondern den Zweck. So jemand fragt nicht nach dem Warum, sondern: Wozu?

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© 2020 by Maik Jungfleisch

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